Ein Gutschein berechtigt dessen Eigentümer für einen Anspruch auf eine Dienst- oder Sachleistung.

Ob als Geschenk oder nach einem Warenaustausch: Mitarbeiter erhalten in der Regel eine bestimmte Anzahl von Gutscheinen. Obwohl der Begriff „Gutschein“ weit verbreitet ist, gibt es keine einheitliche rechtliche Definition. Rechtlich gesehen sollten Gutscheine gemäß den Bestimmungen von 807 BGB als Inhaberrechnungen angesehen werden. Im Allgemeinen sollte ein Gutschein als Zertifikat angesehen werden, das belegt, dass der Eigentümer Anspruch auf eine Dienstleistung oder einen Rabatt hat, und der Betrag des Zertifikats oder Zertifikats sollte der auf dem Zertifikat angegebenen Höhe entsprechen. Die Aussteller sind nicht verpflichtet, den Wert des Gutscheins in bar zu bezahlen. Damit der Gutschein als Inhaber-Ticket betrachtet werden kann, muss er bestimmte inhaltliche Anforderungen erfüllen: Der Wert oder Umfang der Leistung muss identifizierbar sein, Aussteller müssen erkennbar sein und der Gutschein muss in schriftlicher Form verfasst werden. Wenn ein Gutschein zeitlich begrenzt ist, muss das Ausstellungsdatum angegeben werden. Viele Aussteller nutzen den Namen des Inhabers für den Gutschein und entscheiden, dass nur diese Person den Gutschein einlösen kann. Hierfür gibt es keine Rechtsgrundlage, da der Gutschein von jedermann eingelöst werden kann. Die einzige Ausnahme ist ein Service, welcher speziell für eine bestimmte Person vorbereitet wurde: In diesem Fall kann die Einlösung des Gutscheins mit dieser Person verknüpft werden. Besitzer eines Gutscheins kommen häufig in die Situation, dass sie nicht den gesamten Wert ihres Gutscheins auf einmal einlösen möchten, sondern nur eine Teileinlösung vornehmen wollen. Nicht jeder Aussteller ist von diesem Vorhaben begeistert, doch in der Regel kommen sie nicht um die Gestattung dieser Teileinlösung herum: da es kein gesetzliches Verbot bezüglich eins derartigen Procederes gibt, ist grundsätzlich davon auszugehen, dass seitens des Besitzers der Anspruch auf eine Teileinlösung besteht. Doch auch bei einer Teileinlösung eines Gutscheins besteht kein rechtlicher Anspruch seitens des Besitzers auf eine Barauszahlung der restlichen Gutscheinsumme. Allerdings kann der Aussteller des Gutscheins auf freiwilliger Basis die Restsumme ausbezahlen, was in der Praxis auch häufig der Fall ist.

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