Das Sachleistungsprinzip ist das Grundprinzip der gesetzlichen Krankenversicherung.

Das Prinzip der Sachleistungen ist das Grundprinzip der gesetzlichen Krankenversicherung: Sie erhalten krankenbezogene Leistungen und die Krankenkasse trägt die Kosten. Als Person mit gesetzlicher Krankenversicherung kennen Sie das Verfahren: Sie gehen zum Arzt, zeigen Ihre Versicherungskarte und lassen sich untersuchen. Schließlich gibt es eine Krankenversicherung oder ein Rezept. In der Regel wird die Rechnung jedoch nicht angezeigt, da die gesetzliche Krankenversicherung das Prinzip der Sachleistungen anwendet.

Der Grundsatz der Sachleistungen ist einer der Strukturgrundsätze der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und in § 2 des Bandes V des Sozialversicherungsgesetzes (SGB V) gesetzlich festgelegt. Es versteht die medizinischen Materialien und Dienstleistungen der Krankenkassen. Dann nutzen Mitglieder der Krankenkasse oder Familienmitglieder, die ebenfalls versichert sind, die Krankenkasse selbst, ohne eine Rechnung vom Dienstleister zu erhalten. Das Gegenteil ist das Erstattungsprinzip. Krankenkassen erstatten den Mitgliedern die von den Dienstleistern bereitgestellten Krankheitskosten. Der Grundsatz der Sachleistungen gilt auch für die soziale Pflegeversicherung und die gesetzliche Unfallversicherung.

Krankenkassen bieten Dienstleistungen durch Vertragsärzte und Zahnärzte, Vertragspsychotherapeuten und andere Dienstleister an. Diese erläutern ihre Leistungen über die zuständige gesetzliche Krankenversicherung oder die gesetzlichen Krankenkassen oder direkt gegenüber der Krankenkasse des Versicherten. Dienstleister sind auf die Erstattung von Kosten an Krankenkassen beschränkt, der Versicherte ist nicht zur Erstattung von Kosten verpflichtet.

Einerseits wird der Leistungskatalog durch den Bundesvertrag zwischen der National Health Insurance Fund Association und der National Statutory Health Insurance Physician Association oder der National Statutory Health Insurance Dental Association bestimmt, andererseits wird er auch durch den Bundesverband.

Der große Vorteil liegt klar auf der Hand: Das Sachleistungsprinzip ist für den Versicherten grundsätzlich sehr bequem, da er von der Zahlung beziehungsweise der Abrechnung unberührt bleibt. Er kann Leistungen beanspruchen, ohne diese unmittelbar vergüten oder sogar in finanzielle Vorleistung treten zu müssen. Was sind die Nachteile des Sachleistungenprinzips? Nach Einschätzung von Sachverständigen fehlen dem Versicherten Informationen zum Prinzip der Sachleistung und eine entsprechende Kostentransparenz, was zu einer stärkeren Inanspruchnahme der Leistungen und einem Rückgang des Kostenbewusstseins führt.

Jetzt anfragen