Ein geldwerter Vorteil muss versteuert, werden, sobald die Leistung die steuerlichen Freibeträge oder Freigrenzen überschreitet.

8 Abs. 2 und 3 des Einkommenssteuergesetztes regelt die Besteuerung von geldwerten Vorteilen. Diese geldwerten Vorteile werden zum entsprechenden Brutto-Lohn des jeweiligen Arbeitnehmers addiert und anschließend entsprechend besteuert. Zu beachten sind dabei die Steuerfreibeträge wie auch steuerliche Freigrenzen. Der Unterschied zwischen beiden besteht darin, dass die Freibeträge mit den Geldleistungen verrechnet wird und nur ein Überhang besteuert wird. Andererseits ist im Rahmen der Steuerfreigrenze alles steuerpflichtig, sobald der Wert höher als die entsprechende Grenze ist. Dies ist einer der Gründe, warum man zu Jobtickets selbst beisteuern muss. So wird ermöglicht, unter der steuerfreien Grenze zu bleiben. Bestimmte Sachleistungen werden gar nicht besteuert. Hierzu zählen beispielsweise arbeitsbedingte Umzugszuschüsse, Fahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel, Zuschüsse für die Kinderbetreuung, Weiterbildungen sowie Mahlzeiten in Form von Obst und Getränken. Gleiches gilt für ausgeliehene Gegenstände, welche dem Arbeitgeber gehören, aber vom Arbeitnehmer verwendet werden. Freigrenzen können bei Weihnachts- und Firmenfeiern bis zu 110 Euro pro Jahr, Rabatten und Prämienmeilen bis zu 1.080 Euro pro Jahr, der Gesundheitsvorsorge 500 Euro pro Jahr oder bei Mitarbeiterbeteiligung 360 Euro pro Jahr, in Anspruch genommen werden. Freigrenzen sind beispielsweise bei Eintrittskarten bis zu 44 Euro pro Monat, Geschenke 60 Euro pro Monat oder einem Arbeitgeberdarlehen 2600 Euro pro Monat vorhanden. Ob sich Geldleistungen wirklich lohnen oder ob es besser ist, die normalen Löhne zu erhöhen hängt hauptsächlich von den unterschiedlichen Obergrenzen für die Steuerveranlagung ab. Insbesondere Mitarbeiter kleiner Unternehmen, die nicht mit einer wesentlichen Lohnerhöhung rechnen müssen, profitieren in der Regel stärker von geldwerten Vorteilen und haben durch die jeweilige Versteuerung mehr Vermögen in der Tasche. Es sei auch daran erinnert, dass Lohnerhöhungen immer mit höheren Steuerbelastungen einhergehen. Sachleistungen in Form von geldwerten Vorteilen werden ebenfalls versteuert, unterliegen jedoch unterschiedlichen gesetzlichen Anforderungen. In einigen Fällen ist das Wichtigste, dass Mitarbeiter durch die Auswahl dieser Art von Leistungen tatsächlich mehr Vorteile erhalten können. Da auch Arbeitgeber davon profitieren, können in den meisten Fällen beide Parteien zufriedenstellende Ergebnisse nach der Versteuerung von geldwerten Vorteilen erzielen.

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